(CONNECT) Der Verein Minergie mit Sitz in Basel hat den Minergie-Netto-Null-Standard für Neubau und Gebäudesanierungen eingeführt. Nun hat er ihn an einer Veranstaltung in Zürich vorgestellt.
Bisher habe es für Bauherrschaften, Planende, Gemeinden und Unternehmen keine konkreten Vorgaben gegeben zur „Realisierung von Gebäuden, deren Klimabilanz über den gesamten Lebenszyklus hinweg wirklich bei null liegt“, wird Fabian Peter, Luzerner Regierungsrat und Präsident von Minergie, in einer Mitteilung zitiert. Minergie-Netto-Null biete einen transparenten und glaubwürdigen Rahmen.
Minergie-Netto-Null-Bauten erzeugen laut der Mitteilung über ihren „definierten Lebenszyklus von 60 Jahren sehr geringe Treibhausgasemissionen“. Zum Vorgehen heisst es, dass nach Ermittlung der Lebenszyklusemissionen der im Gebäude gespeicherte Kohlenstoff von den verbleibenden Emissionen abgezogen wird. Das verbessere die CO2-Bilanz im Sinne des Klimagesetzes. Für die restlichen Emissionen werde mit Negativemissionszertifikaten ein Ausgleich geschaffen.
Um die Netto-Null 2050 als Land zu erreichen, reiche „Vermeiden“ allein als Massnahme nicht weit genug. Mit Minergie-Netto-Null lasse es sich bereits 2026 realisieren, verbunden „mit sehr hohen Anforderungen“, äussert sich Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter des Vereins Minergie. „Wir bilanzieren die grauen Emissionen mit. Und sind damit um Faktoren strenger als die in den nächsten Jahren in Kraft tretenden Gesetze“, wird er zitiert. Der Kanton Basel-Stadt strebe Netto-Null bis 2037 an, viele Institutionen wollen 2040 soweit sein.
Minergie ist den Angaben zufolge der Schweizer Baustandard für Komfort, Effizienz und Klimaschutz für Neubauten und Modernisierungen. Die drei bekannten Baustandards Minergie, Minergie-P und Minergie-A lassen sich um den Zusatz ECO erweitern. ce/heg
